Home SmartHome Testbericht Haustechnik DoorLine Slim DECT kurz angetestet – Smarte Türklingel ohne Cloud
DoorLine Slim DECT kurz angetestet – Smarte Türklingel ohne Cloud

DoorLine Slim DECT kurz angetestet – Smarte Türklingel ohne Cloud

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Auf die DoorLine Slim DECT Türklingel wurde ich angesprochen, weil ich daheim und im Büro auf AVM Router setzte. Denn die DoorLine Slim Türklingel setzt auf den DECT Standard und in meiner FRITZ!Box habe ich eine Telefonanlage die auf DECT basiert.
Somit haben sich ja, so wie es scheint, zwei Gadgets gefunden.

Gleich vorneweg. Ich habe die Türklingel vom Hersteller zugestellt bekommen. Da diese nicht permanent bei uns blieb, hab ich die Funktion selber nur antasten können und nicht unter realen Bedingungen an einem Haus fix montiert.
Doch auch so konnte ich alle Funktionen austesten und ausprobieren, ganz ohne die Montage neben der Haustüre.

Smarte Türklingel ohne Cloud

KategorieHersteller
Smart HomeTelegärtner

Smarte Türklingel gibt es schon seit einigen Jahren. Mit bidirektionalem Sprechmöglichkeit und teilweise auch mit integrierter Kamera. Eine Kamera finde ich sehr praktisch, ist aber, zum Beispiel in einem Mehrfamilienhaus nicht immer so umsetzbar.
Vor allem in der Hinsicht auf Datenschutz gleich nochmals ein anderes Kaliber. Deshalb gefällt mit der Ansagt der DoorLine Slim so gut.

Lieferumfang

  • Die Türklingel
  • Schrauben und Dübel
  • Kleines Werkzeug
  • Transparentes Papier für die Beschriftung (Label Assistent)
  • Stromadapter
  • Bedienungsanleitung
Der Lieferumfang
Der Lieferumfang

Verpackung

Verpackt ist das Gadget sehr einfach. Eine blau, weisse Verpackung mit nur wenig Informationen zum eigentlichen Produkt. Eigentlich weiss man von aussen, bis auf den Hinweis zur Schönen, funktionalen und sicheren Türsprechanlage eigentlich nichts.

Positiv daran, es ist einfacher Karton und das ich im inneren. Die einzelnen Teile werden durch ein Karton-Gerüst zusammengehalten. Das gefällt mir sehr gut, denn in der heutigen Zeit haben Kunststoff- Konstrukte und ähnliches einfach nichts mehr in einer Verpackung zu suchen.
Natürlich mag das in den meisten Fällen optisch ein Hingucker sein, doch meist landen diese nach dem Auspacken in der Verpackung und sind somit umwelttechnisch eine Katastrophe.

Die einfache Verpackung
Die einfache Verpackung

Verarbeitung

Der DoorLine Slim selber ist extrem gut verarbeitet. Das merkt man auch schon dem Gewicht des dünnen Paketes an.
Einmal aus der Verpackung genommen fällt natürlich sofort die dicke Glasplatte an der Oberfläche auf. Diese ist durchgängig über die ganze Oberfläche, heisst somit auch, dass die «Klingelknöpfe» auf Berührung reagieren (sogenannte kapazitiven Tasten) und keinen Druckpunkt haben.

Das ist sicherlich für den Postboten und andere Gäste etwas ungewohnt. Bedingt aber auch, dass die ganze Klingel damit schnell und einfach gereinigt werden kann. Dazu kommt, dass die durchgehende Glasplatte auch besser vor den Wetterbedingungen schützten kann.

Der beleuchtete Beschriftungsbereich
Der beleuchtete Beschriftungsbereich

Einleitend habe ich davon geschrieben, dass ich die Türklingel nicht mit einer permanenten Montage hab ausprobieren können. Somit hab ich leider auch verpasst einen Test mit Handschuhen zu machen. Hier weiss ich nicht, wie und ob die Türklingel reagiert, wenn das haptische Gefühl dabei fehlt.

Seitlich, direkt nach der Glasplatte folgt eine Gummierung und das geht über in einen silbernen Kunststoffrahmen.

Insgesamt macht die DoorLine Slim einen sehr cleanen Eindruck. Ihr findet weder einen Namen noch den Firmennamen aufgedruckt und das gefällt sehr gut. Praktischerweise kann der Kunde zwischen einer weissen und schwarzen Version wählen.

Beschriftung

Neben den beiden Klingel-«Knöpfen» findet ihr einen grosszügigen, weissen Bereich. Dieser ist in Betrieb beleuchtet und ist somit zu jeder Tages- oder Nachtzeit lesbar.
Zum Beschriften liegt dem Paket ein Papier bei. Zusätzlich steht euch, auf der Webseite des Herstellers ein «Label Assistent» zur Verfügung. Damit gestaltet ihr die Beschriftung und könnt es dann direkt, mit einem Laserdrucker, auf das beigelegte Papier ausdrucken.
Damit ist gewährleistet, dass die Grösse passt und natürlich auch, dass es gut durchleuchtbar ist.

Am unteren Rand könnt ihr eine kleine Plexiglas-Platte rausziehen und das bedruckte Papier darin einlegen. Somit ist der Aufdruck sicher und vor der Witterung geschützt eingesetzt.

Die Montage

Eigentlich wollte ich das DoorLine bei meinen Eltern montieren und auch da ausgiebig testen. Da sie ein eigenes Haus haben, können sie solche Montagen gut durchführen und müssen nicht vorerst beim Vermieter eine Bewilligung einholen.
Drüben im pokipsie.ch Blog schriebe ich nächstens (sobald Corona mich wieder Reisen lässt) einen Bericht dazu, wie ich ihr ganzes Netzwerk neu gestalte mit der FRITZ!Box 7530 (im Mesh-Set), somit hätte das ganze gut zusammen gepasst und hätte eine runde Geschichte gegeben. Doch, nur für einen Kurztest war das natürlich deutlich zu überdimensioniert, vor allem da wir dazu einen Elektriker hätten dazu ziehen müssen, der das Ganze im Anschluss auch wieder hätte Rückgängig machen müssen.

Die Connectoren für die fachgerechte Montage
Die Connectoren für die fachgerechte Montage

Somit kann ich euch hier in dem Kapitel auch nicht allzu viel zur Montage berichten. Natürlich könnte ich jetzt hier die Anleitung abtippen, doch dafür seid ihr Leser auch nicht hier.
Ihr möchtet im Testbericht etwas über die Einfachheit einer Montage lesen oder einen Hinweis auf eventuelle Lösungen bei Problemen lesen.


DoorLine Slim – Wie funktioniert es?

In kurz gesagt, bekommt ihr mit der DoorLine Slim eine einfach und dennoch smarte Türklingel.
Es ist eine herkömmliche Türsprechanlage, die mit einem Schnurlosen Telefon verknüpft ist. Das erspart euch den Gang an die eigene Haustüre, um abzuhören, wer sich unten an der Klingel befindet.

Telegärtner, der Hersteller hinter dem Produkt aus Deutschland setzt bei seiner Lösung bewusst auf eine DECT-Lösung.
Der gleiche Standard, über den ihr eure Schnurlosen Telefone an eurer FRITZ!Box verknüpft.

In einfach gesagt, die Türsprechanlage ist, vom technischen her, einfach ein weiterer Telefonapparat an der Telefonanlage eurer heimischen FRITZ!Box. Der Druck auf die Klingel löst einen Anruf, an die vorher definierten Endgeräte aus.

Wenn ihr in der Wohnung, der Küche und, oder im Büro ein FRITZ!Fon platziert habt, könnt ihr diese alle klingeln lassen, sobald jemand an der Türe steht.

Das coole, wenn ihr die FRITZ!Fon App (separater Beitrag zur App folgt noch) nutzt, werden diese sogar auf euer Smartphone weiter geleitet, egal, wo ihr euch gerade aufhaltet.
Heisst für euch, wenn ein Paketbote vor der Türe steht und ihr gerade am Einkaufen oder sonnst wo unterwegs seid, könnt ihr ihm Anweisungen geben, was genau er zu tun hat, mit dem Paket.
Das Gleiche ist, wenn der erwartete Besuch früher ankommt und ihr noch unterwegs seid. Einfach schnell am Telefon erklären, wo ein Schlüssel deponiert ist und/oder sie noch kurz ins Nahe gelegen Restaurant verweisen.


Es klingelt jemand, was passiert?

Sobald die Türsprechanlage richtig montiert ist und auf der FRITZ!Box richtig hinterlegt ist kann es losgehen.

Wenn der Gast auf den Knopf der Anlage drückt, gibt diese ein kurzes auditives Feedback von sich. Zeitgleich wird, via DECT, ein Anruf auf die dafür vorgesehenen Telefone initiiert. Alternativ könnt ihr auch ein separates Tür-Gong-Gadget in der Wohnung anbringen, dass dann zu klingeln beginnt.

Die beiden Türsprechanlagen
Die beiden Türsprechanlagen

Sobald ihr den Anruf entgegennehmt hört euch der Gast unten/draussen am Apparat sprechen. Dies passiert in einer sehr guten Audioqualität. So, wie ihr es halt von einem Telefongespräch gewohnt seid.

Zusätzlich zur Audioverbindung gibt es auch noch zwei Relaiskontakte. Darüber könnt ihr den Befehl zur Türöffnung (sofern vorhanden) oder einem Türgong steuern. Das heisst, ihr könnt dann auch direkt, während dem Telefongespräch eine Türöffnung veranlassen.
Dies funktioniert am heimischen FRITZ!Fon wie natürlich auch am Smartphone von auswärts.

Dies ist natürlich genauso praktisch, wenn ihr dem Paketboten (oder guten Freunden) darüber kurz die Türe öffnen könnt. Bei ersterem bedingt es natürlich ein wertvolles Paket oder auch das Vertrauen. Um das Vertrauen zu bekräftigen, könnt ihr den Paketboten natürlich dann auch gleich auf die im Inneren befindliche Kamera aufmerksam machen.


Technische Details

  • Grösse: 220 x 85 x 21 mm
  • Gewicht: 500 g
  • Funktechnologie: DECT (GAP kompatibel)
  • Tasten: 2 Stück
  • Rufnummern: pro Taste zwei
  • Strom Verbrauch im Ruhezustand: 1 W
  • Strom Verbrauch während Gespräch: 3.5 W
  • Schutzartz: IP54
  • Farbe: weiss oder schwarz

Fazit

Im vergleich zu anderen Lösungen, die in den letzten ein, zwei Jahren auf den Markt gekommen ist, fehlt der Lösung von Telegärtner klar die Kamera. Dafür fallen bei der DoorLine Slim aber auch einzig die Anschaffungskosten an. Ihr müsst kein Cloudabo lösen, und Bilder von euch (und eventuellen anderen Menschen) landen nicht in irgend einer Herstellercloud.
Dazu kommt, dass der DECT-Standard eine bewährte und vor allem solide Lösung ist. Beim Thema Datenschutz hat hier diese Türsprechanlage natürlich die Nase ganz vorne.

Modell in schwarz oder weiss
Modell in schwarz oder weiss

Und das wohl wichtigste bei all den Gadgets, die mittlerweile einzig in unser zu Hause halten. Auch wenn Telegärtner irgendwann pleitegehen sollte, die Anlage wird auch ohne sie weiter funktionieren.

Ich finde die Lösung wirklich einfach und gelungen. Die Montage würde ich auf jeden Fall von einem Elektriker sauber durchführen lassen und dann die Konfiguration in der FRITZ!Box selber machen.

*Eventuelle Kauf Links können Spuren von Affiliate enthalten.

 

Martin @pokipsie Rechsteiner Ich bin Geschichtenerzähler in Form von verschiedenen Blogs-, Podcasts- und Video-Formaten. In meiner Freizeit bin ich Papa dreier Mädels, liebe LEGO, die Bahn und alles was mit Gadgets zu tun hat.

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