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FRITZ!DECT 440 – Eine Fernbedienung oder doch mehr?

FRITZ!DECT 440 – Eine Fernbedienung oder doch mehr?

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Im letzten Jahr an der IFA 2019 zeigte das Berliner Netzwerkunternehmen AVM einige neue Smart Home Produkte. Neben der LED-Lampe FRITZ!DECT 500 war das auch der smarte Raumthermostat FRITZ!DECT 440.
Diesen durfte ich für euch über die letzten Wochen ausgiebig ausprobieren und von meinen Erfahrungen damit möchte ich euch hier im Artikel ein wenig erzählen.

Eine Fernbedienung oder doch mehr?

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Einmal eingerichtet bekommt ihr mit der FRITZ!DECT 440 ein Gadget das gleich mehrere Aufgaben erfüllt:

  • Es zeigt euch die aktuelle Raumtemperatur an. Dank dem verwendeten E-Paper-Display ist das extrem sparsam und kann euch über einen sehr langen Zeitraum die Temperatur anzeigen. Die Akku-Leistung ist natürlich abhängig davon wie oft ihr die weiteren Funktionen des Gadgets benötigt.
  • Gleichzeitig ist es eine Fernbedienung für das AVM-Smart Home System. Damit könnt ihr nicht nur eure smarte FRITZ!DECT 301, den intelligenten Heizkörper von AVM steuern, sondern auch die bald kommende FRITZ!DECT 500 (LED Lampe) fernsteuern.
  • Zu guter Letzt funktioniert es noch als zusätzlicher Temperatursensor, welcher euch einen weiteren Wert, des aktuellen Raums/Zimmers, ausgibt.

Aber all das folgt weiter unten in detaillierterer Erklärung.


Lieferumfang

  • Wandschalter FRITZ!DECT 440
  • Magnetische Wandhalterung
  • Dübel und Schrauben
  • Abdeckung
  • Sticker für die Befestigung an der Wand
  • 2 x AAA Batterien
  • Bedienungsanleitung & Produkthinweise
Der Lieferumfang
Der Lieferumfang

Verpackung

Die Verpackung, im typischen AVM-Blau gehalten, zeigt euch auf der Vorderseite neben dem Namen und dem FRITZ-Brand auch das Produkt und ein «neu» Stempel. Darunter werden euch drei Punkte beschrieben, die das Produkt ausmachen. Die Tasten fürs Smart Home, das hochauflösende Display und die magnetische Halterung.

Auf der Rückseite sind die einzelnen Funktionen nochmals deutlich ausgeschrieben, aber auf die geh ich im Laufe des Testberichtes etwas genauer ein.

Verarbeitung

Der FRITZ!DECT 440 ist komplett in Weiss gehalten. Zumindest der sichtbare Teil, auf der Rückseite findet ihr einen grossflächigen Silikonaufsatz. Das macht einen guten Eindruck, somit muss man keine Angst haben, wo man die Fernbedienung hinlegt. Dank dem Silikonuntersatz hält das kleine Display auch gut und fest auf fast einer jeden Unterlage.

Der verwendete Kunststoff ist ein einfacher, leicht matt. In der Hand fühlt er sich dennoch angenehm an. Beim Display wirbt AVM, dass es hochauflösend sei. Schön ist, dass man schon von Weitem her die Temperatur ablesen kann. Oben ist das FRITZ-Logo aufgedruckt, in der Mitte die aktuelle Temperatur (gemessen direkt mit dem integrierten Sensor) und unterhalb davon, seht ihr den Empfang, welcher der FRITZ!DECT 440 hat.

Auch gut ablesen lässt sich das sekundäre Display mit den hinterlegten Befehlen auf den einzelnen Tasten. Angenehm ist auch der schnelle Wechsel zwischen den einzelnen Bildschirmanzeigen.

Die Rückseite der Fernbedienung
Die Rückseite der Fernbedienung

Die vier einzelnen Tasten sind grossflächig, umschliessen sie doch das komplette, kleine Display. Doch der Druckpunkt ist nur in den Ecken richtig gut. Jeweils gegen die Mitte wird es schwieriger mit einem einfachen Druck. Das fällt vor allem auf, wenn man die Fernbedienung auf einem Tisch oder an der Wand bedient. Hält man sie in der Hand, lassen sich die vier Knöpfe jeder einzeln gut drücken

Ich würde es begrüssen, wenn AVM bei einer zweiten Version der FRITZ!DECT Fernbedienung die Tasten ein wenig weicher gestalten würde. Auch, dass etwas spitze Knacksen beim Betätigen des Schalters dürfte ein wenig weicher sein. Versteht mich nicht falsch, das ist Jammern auf sehr hohem Niveau, denn die Fernbedienung ist ein extrem geiles Gadget.

Display

Wie oben schon erwähnt, ist das Display sehr angenehm abzulesen. E-Ink Displays brauchen nur dann Storm, wenn sie umschalten. Somit braucht auch das Display der FRITZ-Fernbedienung nur Strom von den beiden integrierten AAA-Batterien, wenn ihr einen Knopf betätigt, oder die Temperatur im Raum sich verändert.

Die Fernbedienung
Die Fernbedienung

Beim Belegen der einzelnen Funktionen müsst ihr diesen auch einen Namen geben. Dieser wird später, bei einer Interaktion durch einen Tastendruck auch angezeigt. Hierfür spendet euch AVM sieben Zeichen, weil der Platz auf dem kleinen Display natürlich begrenzt ist.
Wenn ihr aber zwei Tasten zusammen als Wippe konfiguriert, dann könnt ihr ganze 15 Zeichen festlegen.

DECT-Basis

Gefunkt, zwischen dem FRITZ!DECT 440, dem FRITZ!DECT 301 und den anderen Smart Home Produkten von AVM wird auf DECT Basis. Die integrierte Telefonanlage nimmt der Berliner Hersteller zum Anlass seine Smart Home Produkte über das gleiche Protokoll zu kommunizieren.

Die genaue Bezeichnung ist DECT ULE. Damit könnt ihr einfach, mit zwei Knöpfen das Smart Home Produkt mit eurer FRITZ!Box verbinden.
Laut neustem Update verfügt die Fernbedienung auch über das DECT-ULE/HAN-FUN-Rolladenprofil. Darüber könnt ihr in Zukunft auch smarte Rolladen ansteuern. Ich bin mal gespannt, wann das Update kommt.

Der Installationsprozess

Für die Verknüpfung müsst ihr einfach den DECT-Knopf auf der FRITZ!Box drücken und dann innerhalb der nächsten zwei Minuten den Menü-Knopf, der Trapezförmige Knopf unten am Display und schon verbinden sich die beiden Produkte von allein.

Ab sofort könnt ihr die Fernbedienung auch in Backend eurer FRITZ!Box vorfinden und genauso in der FRITZ!App Smart Home, welche ihr für Android wie auch iOS im jeweiligen App Store findet.

Die Konfiguration von der Fernbedienung passiert wiederum im Browser und nicht über die App.

Die Montage

Für die Montage müsst ihr erst einmal einen Platz ausfindig machen, an dem ihr die Fernbedienung anbringen möchtet. Da ihr für die fixe Montage bohren müsst, ist es sicherlich nicht verkehrt vorab die Fernbedienung zuerst einmal provisorisch mit einem Kleber an dem gewünschten Ort montieren und ein paar Tage auszuprobieren, ob die Position perfekt ist.
Erst dann würde ich zur Bohrung ansetzten.

Damit die beiden Löcher am richtigen Ort sind, nehmt ihr am besten gleich die weisse Metallplatte und zeichnet mit einem Bleistift die beiden Löcher ein. Nach dem Bohren steckt ihr die beiden Dübel ein, legt die Platte darüber und schraubt die beiden beigelegten Schrauben rein.

Anschliessend drückt ihr die weisse Kunststoff-Abdeckung mit dem FRITZ-Logo (hier sieht man wieder mal die Liebe zum Detail von AVM) auf die Abdeckung. Schon schaut die Halterung auch gut aus, ohne dass die Fernbedienung darauf aufgesteckt ist.

Wenn ihr nicht bohren möchtet, könnt ihr die metallene Montageplatte auch mit dem beigelegten Klebeband befestigen. Auch dafür steckt ihr nachher die Kunststoff-Abdeckung auf die Platte.


Der Taster in der täglichen Nutzung

Da wir in der aktuellen Wohnung den Thermostat nicht einsetzten können, hab ich in meinen Tests vor allem mit der FRITZ!DECT 500 LED-Lampe rumgespielt. Im Büro habe ich damit dem Test-Schreibtisch eine Lichtquelle spendiert.
Diese schaltete ich jeweils via der Fernbedienung ein und auch wieder aus. Via der FRITZ!App Smart Home hab ich jeweils dann die individuellen Lichteinstellungen getätigt. In der App könnt ihr neben den verschiedenen Weisswerten auch Farben wählen.

Bei den Weisswerten sind es deren neun, die ihr wählen könnt. Diese gehen von 2'700 K (Kelvin) bis zu 6'500 K. Die Lichtintensität könnt ihr über einen Schieberegler von 0 bis 100 Prozent regeln.
Bei den Farben stehen euch 15 einzelne zur Verfügung. Diese werden, wie auch bei den Weisswerten, jeweils über einzelne Schaltflächen ausgewählt. Auch die Farben lassen sich über den gleichen Regler in der Intensität steuern.

AVM - FRITZ!DECT 440
AVM – FRITZ!DECT 440

Dennoch hab ich es mir nicht nehmen lassen, und den Thermostat an einem Demo-Anschluss angeschraubt (der Vorteil, wen man einen Sanitär in der Nähe hat). Mit einem Klick auf die Fernbedienung übergibt diese dem FRITZ!DECT 301 gewissenhaft seine Befehle weiter.

Damit das Display vom FRITZ!DECT 440, aber auch das Display vom 301 auch so sparsam agieren kann, empfängt es im 15 Minuten-Takt die Befehle von der FRITZ!Box. Das gilt es zu bedenken, wenn man die Heizung regulieren möchte.

Ich bin natürlich gespannt, wie lange, dass die beiden AAA-Batterien durchhalten. Das dies natürlich abhängig von den Temperaturschwankungen und der Anzahl der gedrückten Tasten ist, dürfte klar sein.

Die Temperaturübersicht
Die Temperaturübersicht

Technische Details

  • Grösse: 69 x 69 x 18 mm
  • Gewicht: 75 g
  • Display: 69 x 69 mm
  • Display-Art: E-Paper
  • Funktechnologie: DECT (-ULE)
  • Frequenzbereich: 1880 MHz – 1900 MHz
  • Maximale Sendeleistung: 250 mW
  • Umgebungstemperatur: zwischen 10 und 40°C
  • Kompatibilität: funktioniert ab FRITZ!OS 7.20
  • Farbe: weiss

Fazit

Der FRITZ!DECT 440 ist eine einfache, aber auch sehr praktische Fernbedienung. Damit könnt ihr alle Smart Home Produkte von AVM ansteuern. Wer sein smartes Zuhause (oder zumindest teile davon) über die FRITZ!Box steuert, kommt um das FRITZ!DECT 440 nicht herum.

Den damit müsst ihr beim Ändern der Raumtemperatur, oder dem ein- und ausschalten vom Licht nicht mehr auf euer Smartphone zurückgreifen. Nicht immer sind Apps die beste Lösung (das ich den Satz einmal zu Papier ins Blog bringe, hätte ich auch nicht gedacht).

In Deutschland gibt es neben den beiden genannten Produkten wie der LED Lampe und dem Heizthermostat auch noch eine DECT-Steckdose im Angebot. Damit könnt ihr natürlich noch weitere Produkte wie eine Waschmaschine, einen Ventilator oder Ähnliches fernsteuern. Dazu kommen noch weitere DECT fähige Sensoren für Fenster und Türen. Auch diese könnt ihr mit der Fernbedienung fernsteuern.

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Martin @pokipsie Rechsteiner Ich bin Geschichtenerzähler in Form von verschiedenen Blogs-, Podcasts- und Video-Formaten. In meiner Freizeit bin ich Papa dreier Mädels, liebe LEGO, die Bahn und alles was mit Gadgets zu tun hat.

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