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Nest Protect – Google’s Rauchmelder im Test

Nest Protect – Google’s Rauchmelder im Test

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Mit dem Nest Protect möchte ich euch heute ein Gadget vorstellen, das sich als ein sehr wichtiges für ein jeden Haushalt empfinde. Lange habe ich mit mir selber gerungen ob ich den wirklich testen soll, denn mit dem chicen Gadget holt man sich natürlich noch etwas mehr Google in sein Haus. Dazu kommt, dass es auf dem Markt dutzende Alternativen gibt die auch noch deutlich günstiger sind.
Doch wie es so ist bei einem Geek, man will ja alles einemmal ausprobieren und somit spring auch ich mal für euch über meinen Schatten und lass Google ein wenig mehr in unseren Haushalt.
Der Hauptgrund, warum ich das Nest gerade jetzt teste ist, dass mir Brack.ch eine solche zum Test zugesandt hat. Herzlichen Dank an der stelle.

Nest Protect

Die Frage bei dem Gadget stellt sich sicherlich gleich. Warum benötigt der Rauchmelder WLAN und vor allem warum eine eigene App. Wer mich ein wenig verfolgt weiss ja, dass ich alles mit einer App cool finde auch wenn es nicht unbedingt sinn macht. In diesem Fall ist eine App Anbindung sicherlich sinnvoll. Der Grund ist einfach, in der heutigen umtriebigen und kostspieligen Welt ist es nicht unüblich dass Mama und Papa arbeiten gehen in einer Familie und/oder bei Paaren schaut das nicht anders aus. Bei den Familien sind dann auch die Kinder, wenn sie grösser werden, auch viel unterwegs bei ihren Kollegen/innen oder bei irgendwelchen Sportlichen/Vereinsaktivitäten. Somit steht das Haus alleine da und niemand hört einen eventuellen Alarm.

Genau aus dem Grund finde ich eine Info über einen vermeintlichen Brand sehr sinnvoll als Push auf das Smartphone zu bekommen. Kombiniert mit einer IP-Cam in der nähe vom Rauchmelder bringt dann auch gleich Klarheit ob es und vor allem was genau brennt.

Ganz kurz noch, ich weiss, dass Nest Google gehört ist nicht ganz korrekt. Die Firma Nest wurde damals von Google aufgekauft und mit der Gründung der Holding-Firma Alphabet dann als eigenständiger Zweit ausgegliedert. Google nennt das Transparenz für den Arbeitsmarkt und die Börse, anders gesagt ist es vor allem aber ein Weg um auch zukünftig kräftig Steuern zu sparen. Sind wir mal ehrlich währen wir eine solch grosse Firma würden wir das genauso mache, schon alleine weil man die gegenüber den Aktionären auch muss. Deshalb verzeigt mir, wenn ich hier immer von Google und nicht Alphabet schreibe.


Lieferumfang

  • Nest Protect
  • Befestigungsplatte
  • vier Schrauben
  • sechs AAA-Batterien
  • Bedienungsanleitung
Der Lieferumfang
Der Lieferumfang

Verarbeitung

Die Box in der sich das Nest Protect befindet ist in – wahrscheinlich – recyceltem Material gehalten. Diese ist zu ca. vier-fünftel von einer bunt bedruckten Hülle umgeben. Darauf findet ihr die ganzen wichtigen Eckdaten zu dem smarten Rauchmelder. Dazu gehören unter anderem dass ihr den Alarm via Smartphone ausschalten könnt, für den Fall dass ihr nicht gerade in der Nähe seid und/oder keine Stuhl/keine Leiter zur Verfügung habt. Das Nest gibt euch akustisch die Position in der Wohnung an, wo der Rauchmelder eine Gefahr entdeckt hat. Des Sensor soll sogar Schwellbrände entdecken. Regelmässig checkt das Nest selbstständig, ob es noch Verbindung zum WLAN hat, die Batterieleistung gewährleistet ist etc. Somit solltet ihr immer auf der sicheren Seite sein.

Käseglocke entfernen bevor ihr den Nest einsetzt - witzige Amerikaner
Käseglocke entfernen bevor ihr den Nest einsetzt – witzige Amerikaner

Die Box einmal geöffnet findet ihr gleich oben in einem aufklappbaren Kartonstück die ganzen Bedienungsanleitungen und weiteres Papier. Gleich darunter unter einer transparenten Käse- Kunststoffglocke findet ihr dann schlussendlich das Nest selber. Witzigerweise weisst euch Google – amerikatypisch – darauf hin, dass der Deckel entfernt werden muss, damit das Gerät auch wirklich korrekt funktioniert.

Darunter findet ihr die Montage-Platte und vier Schrauben die ihr zum befestigen dieser benötigt. Mit dem schon integrierten sechs AAA Batterien habt ihr somit alles in dem Paket, was ihr benötigt um eure Wohnung/Büro/Keller oder was auch immer zu schützen.

Der auf der Unterseite befindliche microUSB-Port wird einzig für Software-Updates genutzt, hier hätte ich mir gewünscht, dass ich diese auch gleich über die App einspielen könnte.

Funktionsumfang

Nach dem Verpackungsumfang geht es jetzt einmal zur eigentlichen Aufgabe des Nest. Der Nest ist kein einfacher Feuermelder und so schaut er auch nicht aus. Design ist immer Geschmacksache, meinem einen gefällt der Nest von seinem Äusseren her. Der grösste Teil der Oberfläche macht das gepunktete Lochmuster aus aus denen der Lautsprecher im Gadget nach aussen dringt. In der Mitte ist «Nest» gross eingelassen und dieser Beriech fungiert auch als Bedienknopf. Um den runden Knopf herum befindet sich ein gut leuchtendes LED verbaut. Diese LED kann je nach Status von den aktuell gemessenen Werten, sich farblich ändern.

Etwas speziell ist auch die Anzahl der Batterien, die der Nest für den Betrieb braucht. Finden sich in normalen Feuermeldern eher zwei oder maximal drei Batterien ihr zu Hause sind es hier beim Google Produkt ganze sechs AA-Batterien. Nest legt euch hier aber gleich die erste Ration in den Karton. Das sind aber keine normalen Batterien sondern Lithium AA Batterien. Jetzt ist die Frage benötigt der Nest so viel Power oder halten diese dafür für die nächsten Jahre? Über deren Langzeitwirkung kann ich nicht viel sagen, habe ich den Nest doch erst seit ein paar Wochen im Einsatz.
Laut Webseite von Nest ist zumindest das WLAN nicht ständig aktiv. Einmal in 24 Stunden synchronisiert der Nest sich über WLAN mit euren Einstellungen und sonnst wird diese Schnittstelle nur im Notfall genutzt.

Erstmalige Installation – die Nest App

Nest
Nest
Entwickler: Nest Labs
Preis: Kostenlos
Nest
Nest
Entwickler: Nest Labs Inc.
Preis: Kostenlos

Fürs einrichten benötigt ihr ein aktuelles Android oder iOS Smartphone und die passende, oben verlinkte App. Einmal gestartet werdet ihr durch den Konfigurationsweg geleitet. Doch davor gilt es ein Account bei Google Nest an zu legen.
Beim Installationsprozess spricht der Rauchmelder teilweise mit euch. Bei den ersten zwei, drei Malen war ich doch ein wenig überrascht.

Wie einleitend schon erwähnt kann der Nest ein klein wenig mehr als ein normaler Feuermelder, doch was genau zeichnet ihn aus? Neben der Warnung vor einer gefährlichen CO- oder Rauch-Entwicklung sind diese detailliertere Informationen zum Vorgang. Heisst im Detail, wenn es ein kleines Feuer von zum Beispiel einer Kerze auf dem Tisch ist, oder dem Essen im Backofen, dann habt ihr ein kleines Zeitfenster in der ihr reagieren könnt. Dabei informiert euch der Nest über die Sprachausgabe, was genau ihr zu tun habt.
Bei grösseren Bränden geht natürlich sofort der Alarm los, und sofern ihr nicht daheim seid auch die vordefinierte Pushmeldung.

Wer sich jetzt denkt, was bringt mir der laute Ton, wen ich im zweiten oder dritten Stock bin und dieser im Keller losgeht. Sofern ihr nicht gerade in einem Bunker wohnt bekommt ihr den Ton auf jeden Fall mit. Solltet ihr nicht nur einen sondern gleich eines der Nest-Sets gekauft haben, dann kommt ein weiteres Feature dazu. Nicht nur bekommt ihr das ganze via Pushmeldung mit, die einzelnen Nest-Rauchmelder sprechen auch untereinander.

Kommen wir wieder zurück zum Brand im Keller: Sobald der Alarm los geht erklingt auch ein Alarm auf den anderen Meldern. Dabei werdet ihr per Stimme auch informiert, wo in welchem Raum sich der Brand befindet.

Akku

Wie oben schon erwähnt, für den Betrieb vom Nest benötigt ihr sechs AAA-Batterien. Diese liegen in Form von sechs Energizer Ultimate Lithium-Batterien der Nest schon bei. Wie lange, dass diese halten werden/wollen, weiss ich leider nicht und ich habe dazu auch noch keine Infos auf der Webseite von Nest gefunden.
Informationen zur Lebzeiten der einzelnen Sensoren gibt es, diese liegt bei maximal 10 Jahren. Da gibt es sicherlich Modelle die weniger lang halten, hier hätte ich aber doch ein bisschen mehr erwartet, bei einem solch hochwertigen Gerät.


Technische Details

  • Grösse: 134 x 134 x 38.5 mm
  • Gewicht: 379 g
  • Typ: Brand-, Hitze- und Rauchmelder
  • Alarm: App, Akustisch und Push Benachrichtigung
  • WLAN: 2.4 GHz 802.11 b/g/n
  • Bluetooth: 4 BLE
  • Batterie: 6 AAA Batterien
  • Anwendungsbereich: Indoor

Fazit

Extrem gut gefällt mir die deutliche und intensive Stimme die im Notfall zu einem spricht. Auch positiv ist, dass der Nest in regelmässigen Abständen eine Übung durchführt. Die kleinen täglichen bekommt ihr gar nicht mit, doch einmal im Monat gibt es einen Sirenen Test, diese könnt ihr in der App auch konfigurieren. Dabei geht aber nicht eine Alarm los wie bei einem richtigen Feuer, ihr werdet informiert, dass es ein Test ist und bekommt so mit, dass alles noch funktioniert.

Doch kommen wir auch zu den Punkten die mich an dem Gadget nicht ganz so begeistern. Und hier müsst ihr mir ein klein wenig mein «Althut-Denken» verzeihen. Wenn Google Firmen in diesem Internet Daten sammeln möchten, dann werden sie meist sehr kreativ. Bei diesem Prozess kommen sie dann meist auch auf eine coole Funktion. Diese ist dann so Bequeme und erleichtert einem so das Leben, dass man nicht wirklich dahinter schaut.
So genug der Vorgeschichte, nehmen wir an ihr hängt euren Nest in den Gang eurer Wohnung. Wenn ihr jetzt in der Nacht unter dem Nest hindurch geht, nimmt dies ein Sensor wahr und aktiviert ein leichtes, weisse Licht am runden LED. Das dient euch dann quasi als Nachtlicht. Sehr praktisch oder? So geht es mir auch, habe ich doch hierfür extra zwei coole Badezimmer Gadgets gekauft die ein ähnliches Feature bieten. Aber…

… Bei wahrscheinlich allen anderen Firmen dieser Welt hätte ich bei der Funktion kein «aber» hinzugefügt. Doch wer mich kennt weiss, dass ich Google gegenüber ein klein wenig skeptisch bin. Ich weiss das ist auch sehr weit hergeholt, aber zwischendurch darf ich auch mal Aluhut-Träger sein. Somit weiss Google natürlich immer, wenn sich jemand/ihr in eurem Haus/Wohnung befindet.

Das soll euch jetzt aber nicht abschrecken von dem Produkt – wie gesagt dies sind nur Gedanken eines temporär unter einem Aluhut befindlichen Geeks – denn die Verarbeitung ist Top, die Ausgabe des Tons ist wirklich vorbildlich. Dazu kommt die App und die Warnung die gleichzeitig auf mehreren Rauchmeldern raus geht sowie eine zusätzliche Push-Meldung an einen oder mehrere Personen.

Zu kaufen gibt es den Rauchmelder hier für die Schweiz und wie immer für meine deutschen / österreichischen Leser hier.

*Eventuelle Kauf Links können Spuren von Affiliate enthalten.

 

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Martin @pokipsie Rechsteiner Gadget-verrückter Familienvater, Podcaster, Blogger, Youtuber Liebt alle möglichen Gadgets, solche die blinken genauso wie analoge Spielzeuge.

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