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Erfahrungsbericht: Devolo Magic 2 und mein sehr störrisches Haus

Erfahrungsbericht: Devolo Magic 2 und mein sehr störrisches Haus

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Es gibt einfach Dinge im Leben, die sollen nicht sein: Genug zeit zum Zocken, mehr Geld für weniger Arbeit oder einfach nur gut verteiltes WLAN und Internet in meinem Haus. Letzteres hängt bei mir aber mit vielen Faktoren zusammen. Der Telefonanschluss in meinem Haus liegt kurioserweise unter meinem Dach (bitte fragt nicht…) und zwischen den Etagen liegt eine elektrische Fussbodenheizung, die gerne auch einmal Signale abschirmt, wenn sie läuft.

Dank einer freundlichen Bereitstellung des Herstellers mir die Devolo Magic 2 Adapter zur Verfügung zu stellen, um mein sehr eigenwilliges Haus auf die Probe zu stellen, kann ich nun schauen wer hier siegreich aus dem Duell kommen wird. Ich war durchaus gespannt ob eher mein Haus die Adapter in die Knie zwingt oder diese eben unbeeindruckt bleiben.

Devolo DLAN: Die alte Konfiguration war einfach am Ende

Zuletzt habe ich ebenfalls Devolo DLAN Stecker im Einsatz gehabt, um das Internet in meinem Haus zu verteilen. Das waren DLAN 550+ und 650+. Einer der Stecker war auch als WLAN-Adapter im Erdgeschoss im Einsatz. Die Stecker sind allerdings nun fast 8 Jahre alt gewesen und hatten bereits Ausfallerscheinungen. Sobald die Fussbodenheizung ansprang und der Stromfluss im Haus deutlich anzog, waren die Stecker überfordert. Grade der unterste im Wohnzimmer flog daraufhin immer wieder aus dem Netzwerk.

Einen ausführlichen Testbericht der Adapter findet ihr drüben im pokipsie.ch Blog.

Zudem war der Durchsatz mittlerweile arg miserabel. Es kamen maximal 1 MBit/s im Spielzimmer an und der Fernseher unten mit den Streaming-Diensten war nahezu nicht mehr in der Lage HD-Material wiederzugeben. Nur wenn der Stromfluss im Haus nahezu brach lag gab es mal ordentliche Qualität. HD-Filme pufferten teilweise 15 Minuten vor. Updates gab es für meine DLAN Adapter auch nicht mehr. Es musste also eine neue Lösung kommen.

Die Screenshots aus der Devolo Cockpit Software sind mit Abstand keine realen Werte. Wären die Durchsatzraten tatsächlich so hoch wie angegeben, wäre das Upgrade auf die neuen Geräte nicht so dringend gewesen. Es ist aber interessant zu sehen, was die Software so angibt, was möglich wäre. Denn im Zimmer mit dem Gaming-PC kamen nicht einmal mehr 2 MBit/s an. Im Wohnzimmer im Erdgeschoss war es sogar noch viel weniger. Einzig und allein mein Arbeitszimmer konnte noch mit rund 4 Mbit/s «glänzen», aber meine neue Internetleitung konnte ich damit auch nicht wirklich ausnutzen.

Ein Haus, drei zu versorgende Bereiche und zu viele Geräte

An dieser Stelle will ich erst einmal ausführen, in welcher Konfiguration ich die Adapter nutzen muss, damit alle Geräte versorgt sind. Wie schon beschrieben steht mein Router unter dem Dach (Wirklich! Fragt bitte nicht!) und von dort aus muss das Internet wirklich fast überall hin. Mein Haus hat mit Erdgeschoss, noch eine Zwischen-Etage und eben dann das Dachgeschoss.

In der Mitte brauchen vor allem zwei Räume Internet. Einmal mein Arbeitszimmer mit einer Sony PlayStation 4, einer PlayStation 3, Apple TV 4 und Shield TV von Nvidia. Auch der darin befindliche Fernseher soll ans Internet angeschlossen werden. Das zweite Zimmer ist ein Spielzimmer mit einem Gaming-PC und einem weiteren aber kleinen Fernseher. Im Erdgeschoss findet sich erneut ein Fernseher mit einem Apple TV 3, einem Amazon Fire TV Stick und einer Nintendo Switch. Zudem befinden sich im Haushalt mehrere Smartphones. Es gilt also drei Räume mit Internet auszustatten

Wir blicken also in Kurz auf folgende Konfiguration:

  • Dachgeschoss: Router – Devolo LAN-Verteiler
  • Erste Etage: Zwei Zimmer mit vielen Geräten – 1x Magic 2
  • Erdgeschoss (Wohnzimmer) mit Fernseher, Set-Top-Boxen und Konsolen – 1x Magic 2
  • Erste Etage und Erdgeschoss müssen mit WLAN abgedeckt werden.

Devolo Magic 2 mit WLAN und einem Verteiler am Router

Im Paket lagen insgesamt drei Devolo Magic 2 mit WLAN und natürlich der Verteiler aus dem Starter-Set. Der Devolo LAN-Verteiler kommt zum Router unter das Dach und soll das Internet an die anderen drei Magic 2 Adapter verteilen. Diese sind in den anderen drei Zimmern und mit aktivem WLAN und WLAN-Mesh als Feature aktiv. Damit sorge ich dafür, dass ich im gesamten Haus die Funkverbindung stabil halte. Eines der Zimmer guckt auch nach hinten raus in den Garten. Somit kann ich das WLAN in voller Stärke auch im Garten nutzen, was mich persönlich sehr freut.

Der Verteiler am Router hat natürlich kein WLAN. Er dient einfach nur dazu, den Zugangspunkt für die anderen drei Adapter zu liefern. Interessant war hier aber vor allem die Konfiguration, denn die drei Adapter aus dem Starter-Kit finden sich sofort. Der Dritte musste separat eingebunden werden und das stellte mich erstmals vor Probleme, die ich nun deutlicher erläutern werde.

Konfiguration war erstmals nicht ganz so einfach

Grundsätzlich bin von Devolo mehr als nur begeistert. Ich nutze die Geräte gerne und die bisher eingesetzten Modelle waren mehr als einfach zu konfigurieren. Geräte aus zusammenhängenden Kits (Starter-Kits oder dergleichen) sind aufeinander abgestimmt und fanden sich sofort nach dem Einstecken. Zusätzlich nachgekaufte Adapter müssen manuell eingebunden werden, aber da ist auch nicht schlimm. Einmal die Verbinden-Taste drücken und dieses auch bei den bereits verwendeten Adaptern machen: Fertig.

So lief es in etwa auch bei den neuen Adaptern. Ein Starter-Kit mit einem Verteiler und zwei DLAN-Geräten mit WLAN fanden sich auf Anhieb. Der dritte Magic 2 Adapter musste manuell eingebunden werden. Auch dieser wurde gefunden, nachdem ich die Verbinden-Taste drückte. Dachte ich zumindest, da an allen Geräten das Internet erst einmal funktionierte. Doch gab es auf Software-Seite ein Problem.

Ich installierte die Devolo Cockpit-Software auf dem PC und wollte erst einmal wissen, wie die Durchsatzraten von dem Programm diesmal interpretiert wurden. Dort fiel mir aber auf, dass ein Magic 2 Adapter nicht zu sehen war. Er wurde mir im Netzwerk nicht angezeigt. Sobald ich einen anderen Stecker aber aus dem Netzwerk entfernte, kam er zum Vorschein und der andere Adapter wurde mir später nicht mehr nach dem Einbinden angezeigt.

Devolo Magic 2: Fehlersuche gestaltete sich sehr schwierig

Durch das Fehlen der Geräte in der Software war es zudem sehr schwierig auf Fehlersuche zu gehen. Auch das Updaten der Adapter gestaltete sich nicht so einfach, denn mehrfache Aktualisierungen scheiterten erst einmal und funktionierten irgendwann urplötzlich doch. Warum, kann ich bis heute nicht sagen. Auch wurde der letzte Adapter von der Software gefunden, nachdem ich unterschiedliche Reihenfolgen beim Einstecken im Haus ausprobiert habe. Das war recht mühselig, denn so oft bin ich die Treppen noch nie gelaufen. Aber Sport schadet ja nie oder?

Immerhin habe ich es dann durch mehrere zufällige Aktionen dann geschafft, alle Geräte ins Netzwerk zu bringen und zu aktualisieren. Was genau das Problem war, ist mir leider schleierhaft. Da ich bei den vorherigen Adaptern nie ein Problem hatte und immer alles zuverlässig erkannt wurde, stand ich hier ein wenig auf dem Schlauch. Mit ein wenig Arbeit war aber dann auch alles eingerichtet und startbereit.

Das kann bei mir aber auch reiner Zufall gewesen sein und ich gehe auch einmal sehr stark davon aus, da ich sonst nie so viele Probleme hatte. Daher will ich es an dieser Stelle auch nicht all zu hoch hängen, will es aber auch nicht unerwähnt lassen. Es gehört schliesslich zu meiner Erfahrung dazu und dass mein Haus durchaus durch die hohe Strombelastung Probleme machen kann, macht es gerade deshalb interessant.

‎Home Network
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Entwickler: devolo AG
Preis: Kostenlos
Home Network
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Devolo Magic 2: Wenns läuft, läuft es unbeschreiblich gut

Ich hatte ehrlich gesagt nach dem halben Totalausfall der alten Adapter und der für mich etwas umständlichen Konfiguration bereits ein mulmiges Gefühl. Als die Updates allerdings durch waren und auch die Verbindung endlich stand, komm ich aus meiner Begeisterung nicht mehr raus. Dank WLAN-Mesh-Feature ist das Funknetzwerk erstmals in meinem Haus stabil und alle Geräte soweit versorgt, die per Funk ins Netz müssen. Zudem das WLAN so nahtlos verteilt wird, ohne dass sich Smartphones, Tablets oder mobile Konsolen aus- und einloggen müssen.

Zudem haben sich die Durchsatzraten bis unten ins Wohnzimmer teilweise mehr als verzehnfacht. Unten im Wohnzimmer erreiche ich nun selbst mit eingeschalteter Fussbodenheizung am Abend noch 40-60 MBit/s. Das reicht locker um Filme in UltraHD zu streamen, während die anderen Geräte ebenfalls noch genug Puffer für andere Aktionen haben. Ich bin schier begeistert, wie flüssig alles läuft. Auch brechen keine Verbindungen mehr ab und alle Geräte werden von der Software erkennt.

Devolo Magic 2 Durchsatz
Der Durchsatz ist extrem viel besser.

Was ich an dieser Stelle noch einmal anmerken möchte ist der Umstand, dass das Problem mit der Konfiguration in erster Linie mein eigenes Problem gewesen sein kann. Ich habe leider kein zweites Test-Kit um das noch einmal zurückverfolgen zu können. Es kann auch durch mein Haus bedingt gewesen sein, dass die Adapter nicht erkannt wurden. DLAN-Lösungen sind immer von der Qualität der Leitungen und dem Stromfluss des Hauses abhängig. Nicht jeder wird die gleichen Resultate erzielen.

Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit den Devolo Magic 2 Adaptern. Wenn mich jemand fragen würde, ob ich die Geräte weiterempfehlen würde, wäre meine klare Antwort ein dickes «Ja!». Wer keine Kabel verlegen will oder wo das Haus oder die Wohnung nicht all zu modern ausgestattet ist, können die Devolo DLAN-Adapter eine perfekte Ergänzung für den Haushalt sein.

Marcel Laser Als großer Technik-Fan begeistern mich Smartphones und Gadgets bereits seit vielen Jahren. Nebenbei spiele ich viel auf nahezu allen Konsolen, am PC und auf dem Smartphone. Abseits der Technik beschäftige ich mich mit Japan, Animes/Mangas und bin leidenschaftlicher Motorradfahrer.

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